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Am
26. März 2006 ist Landtagswahl in
Baden-Württemberg

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| Wirtschaft,
Technologie, Forschung |
Am
wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt sollen alle teilhaben
können. Deshalb bekennt sich die CDU Baden-Württemberg zur
Sozialen Marktwirtschaft. Wir setzen auf Leistung. Wir setzen
auf moderne, gut bezahlte und langfristig sichere Arbeitsplätze.
Wir setzen auf sozialen Ausgleich und Solidarität mit allen im
Land, die auf die Hilfe der Solidargemeinschaft angewiesen sind.
Dafür brauchen wir eine starke Wirtschaft, die im weltweiten
Wettbewerb des 21. Jahrhunderts eine führende Rolle einnimmt.
Wir setzen auf umweltgerechtes, qualitatives Wachstum, auf
Qualifikation und Wissen, gute Bildung und Ausbildung, eine
moderne Infrastruktur und attraktive Investitionsbedingungen.
Sozial ist nicht vor allem derjenige, der etwas verteilt,
sondern derjenige, der dafür sorgt, dass es etwas zu verteilen
gibt. Deshalb muss Baden-Württemberg ein wirtschaftlich starkes
Land bleiben. Dazu bedarf es einer nachhaltigen,
vorausschauenden und damit strategisch angelegten Wirtschafts-,
Technologie- und Forschungspolitik.
Wirtschaft, Technologie, Forschung – dieser Dreiklang hat in
unserem Land großes Gewicht; wir gehören in diesen Bereichen
zu den stärksten Regionen der Welt. In keiner anderen europäischen
Region gibt es so viele High-Tech-Arbeitsplätze wie in Baden-Württemberg.
Wir sind als Exportregion in der Weltspitze, und viele baden-württembergische
Unternehmen haben sich als Weltmarktführer einen Namen gemacht.
Diesen Vorsprung müssen wir nutzen, halten und ausbauen. Dies
ist erreichbar, weil wir in Baden-Württemberg über eine
einzigartige, in den einzelnen Landesteilen insgesamt sehr
ausgewogene Struktur aus mittelständischen Betrieben und großen
Unternehmen, aus privater und öffentlicher Spitzenforschung,
aus hoch qualifizierten Facharbeitern und Ingenieuren,
weitsichtigen Unternehmern und dynamischen Existenzgründern
verfügen.
Wir wissen: Es ist nicht der Staat, der die Arbeitsplätze
schafft. Aber der Staat kann dazu beitragen, die
Rahmenbedingungen für die Unternehmen so zu gestalten, dass
diese mehr Arbeitsplätze schaffen können. Für uns ist es eine
der wichtigsten Aufgaben der Landespolitik, Baden-Württemberg für
Investitionen von Unternehmen so interessant wie möglich zu
machen. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren Landesvermögen
veräußert und den Erlös daraus in wichtige Zukunftsprojekte
investiert: in Bildung und Ausbildung, in Forschungs- und
Technologieförderung, in die Wissenschaft und die Verbesserung
der Infrastruktur. Dies hat sich - im Zusammenspiel mit den
Anstrengungen unserer einheimischen Unternehmen - für das Land
und die Menschen bei uns ausgezahlt: Nach wirtschaftlich
schwierigen Zeiten Anfang der neunziger Jahre hat Baden-Württemberg
seit einigen Jahren wieder überdurchschnittliche
Wachstumsraten, einen Zuwachs an Arbeitsplätzen und
wirtschaftlich hervorragende Zukunftsaussichten. Selbst unsere
politischen Gegner müssen zugeben, dass Baden-Württemberg
heute sehr gut dasteht.
Für uns ist das kein Grund zur Selbstzufriedenheit und erst
recht kein Grund, mit unseren Anstrengungen nachzulassen. Im
Gegenteil: Wir müssen und wir werden sie fortführen und mit
neuen Ideen und Schwerpunkten ausfüllen. Baden-Württemberg
muss auch in Zukunft vorne liegen, damit die Menschen hier gut
leben können.
Mit einem Teil der Erlöse aus der Veräußerung der
Landesanteile an der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) haben
wir eine neue »Zukunftsoffensive Junge Generation« gestartet
und investieren weiter in die Zukunft. Wir haben Vermögen des
Landes verkauft, das sich durch den Zusammenschluss von
Badenwerk und EVS zur EnBW in den letzten Jahren kräftig
vermehrt hat. Wir werden damit die Spitzenstellung Baden-Württembergs
in zentralen Bereichen behaupten und ausbauen. Beste
Bildungschancen, zukunftsgerichtete Forschung, Hochtechnologie
und wirtschaftliche Innovationen sind der Schlüssel zur
Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen in
Baden-Württemberg. Wir werden im Rahmen der neuen »Zukunftsoffensive
Junge Generation« massiv in Bildung und Wissenschaft, Forschung
und Hochtechnologie investieren. Jede Region des Landes wird von
der neuen Zukunftsoffensive profitieren. Baden-Württemberg lebt
von der Stärke seiner Regionen. Wir wollen jede Region in die
Lage versetzen, ihr Profil weiter zu entwickeln.
Das sind die Eckpunkte unserer Zukunftsstrategie: Wir wollen
Vorrang für gute Bildung. Wir wollen modernste Technik, die den
Menschen nutzt. Wir setzen auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer
Kernbranchen und einen Branchenmix. Wir investieren massiv in
Wachstumsbranchen und streben dort eine Führungsrolle an. Wir
verknüpfen die Substanz der „alten“ mit der Dynamik der
„neuen“ Ökonomie. Wir bauen die für nahezu alle
Wirtschaftsbranchen wichtigen Querschnittstechnologien aus, um künftige
Wachstumsfelder zu erschließen; zum Beispiel die Mess- und
Regeltechnik, die Miniaturisierung, die Energieumwandlungs- und
Antriebstechnologie, neue Materialien und Kleinstcomputer mit
integrierter Software.
Unser Ziel ist, dass wir im Jahr 2010 in fünf Schlüsselbereichen
bei den absoluten Weltmarktführern sind: Im Automobilbau, im
Maschinenbau und der Produktionstechnik, in Medizintechnik und
Lebenswissenschaften, in den optischen Technologien, in der
Informatik und Unternehmenssoftware. Die Wirtschaft des 21.
Jahrhunderts wird sich nicht mehr in überkommenen Kategorien
wie der Einteilung in Industrie- und Dienstleistungssektor
charakterisieren lassen. Deshalb gehen wir einen neuen Weg und
verbinden die Stärken der einzelnen Branchen zu einer zukunftsfähigen
Einheit und einem unverwechselbaren ”Baden-Württemberg-Profil”.
Fortschritt mit Menschen für Menschen - das ist unser
Leitmotiv.
Für die neue ”Zukunftsoffensive Junge Generation” haben wir
mehr als 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, von denen
eine Milliarde Euro auf Dauer als Grundkapital in der neuen
„Landesstiftung Baden-Württemberg“ angelegt werden. Wir
erhalten so unser Vermögen und können jedes Jahr die Erträge
nutzen und in Zukunftsprojekte investieren. Die Nachhaltigkeit
ist für uns das entscheidende Prinzip. Die CDU Baden-Württemberg
setzt sich dafür ein, besondere Schwerpunkte in Bildung und
Forschung zu setzen und im Rahmen der Landesstiftung Mittel
bereit zu stellen, mit denen unabhängig vom Landeshaushalt
strategisch wichtige Vorhaben flexibel unterstützt werden können.
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| (Auszug aus:
„Erfolgskurs Süd. Regierungsprogramm 2001-2006“.
Beschlossen vom 42. Landesparteitag am 27. Januar 2001 in
Mannheim)
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