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Die
Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die Fahrt zum
Arbeitsplatz, die Begegnung mit Menschen, die anderswo wohnen,
und das Bedürfnis nach persönlicher Bewegungsfreiheit gehören
zum Alltag der Menschen; ohne Verkehr wäre das nicht möglich.
Wir wollen die Mobilität der Menschen fördern, damit sie auch
in Zukunft zusammenkommen und sich begegnen können. Der Erhalt
der Wirtschaftskraft des Landes und der Bewegungsfreiheit der
Menschen ist wichtigste Grundlage der Verkehrspolitik der CDU
Baden-Württemberg.
Wir leben im Automobilland Baden-Württemberg, in dem etwa jeder
sechste Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Fahrzeugbau abhängt.
Das Auto wird auch in Zukunft das wichtigste Verkehrsmittel für
die Menschen bleiben. Die CDU Baden-Württemberg bekennt sich
zum Automobil, denn es ist ein Stück gelebter Freiheit. Wir
wollen, dass das umweltfreundliche Auto der Zukunft in Baden-Württemberg
und nicht anderswo gebaut wird. Anstatt den Autofahrern mit
Tempolimits, Fahrverboten und einem überbordenden Überwachungsapparat
die Freude am Fahren zu vermiesen, setzen wir darauf, das Auto
mit modernster Technik umweltfreundlicher zu machen:
wiederverwertbare Teile, sparsamere Motoren, neue
Antriebstechniken und verbesserte Katalysatoren tragen dazu bei.
Wir fördern die Telematik. Mit ihrem weiteren Ausbau werden
mehr intelligente Verkehrsleitsysteme möglich, die den Menschen
Zeit und Energie sparen helfen. Wir fördern die Entwicklung der
Brennstoffzelle als Motorenantrieb, weil sie eine umweltverträgliche,
viel versprechende Alternative zu benzinverbrauchenden Motoren
ist. Das Brennstoffzellenauto wird aus Baden-Württemberg
kommen.
Die CDU Baden-Württemberg fordert mit Nachdruck die Rücknahme
der sogenannten Öko-Steuer. Die Autofahrer sind nicht die
Melkkuh der Nation. Besonders sozial Schwache, die über kein
eigenes steuer- und abgabenpflichtiges Einkommen verfügen,
werden durch die Öko-Steuer abkassiert. Die Umwelt profitiert
von der Öko-Steuer nicht, weil zum Beispiel
Unternehmensbranchen mit hohem Energieverbrauch nur wenig zusätzlich
belastet werden, dagegen aber alle, die auf ihr Auto angewiesen
sind und ihre Wohnung heizen, müssen genauso zur Kasse gebeten
werden wie die umweltfreundlichen Verkehrsträger Bus und Bahn.
Deswegen sagen wir: Weg mit der Ökosteuer!
Der Ausbau und Erhalt unseres Straßennetzes ist uns wichtig.
Wir haben deshalb in der Vergangenheit nachhaltig in den Ausbau
und Neubau unserer Landesstraßen investiert. Das Sonderprogramm
für den Landesstraßenbau wollen wir fortführen und die
Investitionsmittel werden wir verstetigen. Die Erhaltungsmittel
werden wir erhöhen.
Die Ausgabenkürzungen der rot-grünen Bundesregierung für den
Straßenbau bringen unser Land an den Rand des Verkehrskollaps;
Sonderprogramme des Bundes helfen Baden-Württemberg nur ganz
unzureichend weiter. Wir fordern vom Bund deshalb mit allem
Nachdruck eine spürbare und dauerhafte Verbesserung der
Finanzierung des Fernstraßenbaus ein. Wir schlagen zudem vor,
dass die geplante Lkw-Gebühr in vollem Umfang für den Ausbau
von Straße und Schiene genutzt wird. Die Verteilung der Mittel
zwischen den neuen und den alten Ländern muss auf den Prüfstand
gestellt werden: Investitionen sind dort am notwendigsten, wo
der meiste Verkehr fließt, die Aufnahmefähigkeit der
Verkehrsträger praktisch erschöpft ist und die Staus immer häufiger
werden. Eine Umschichtung soll schrittweise erfolgen, und sie
muss verbindlich und absehbar sein.
Wir werden die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf
Schiene oder Wasserstraße auch zukünftig nach Kräften fördern.
Wir sehen Straße und Schiene nicht im Gegensatz zueinander,
sondern als wichtige, sich jeweils ergänzende Verkehrsträger.
Die Zunahme des Verkehrs kann nicht durch Verkehrsverbote,
sondern nur durch einen umweltgerechten Ausbau der vorhandenen
Verkehrsträger bewältigt werden. Deshalb wollen wir auch das
Schienennetz modernisieren und ausbauen und die Verknüpfung der
internationalen Hochgeschwindigkeitsnetze weiter vorantreiben.
Wir werden alles dafür tun, dass Stuttgart 21 kommt, die
Neubaustrecke Wendlingen-Ulm verwirklicht wird und Mannheim als
zweitgrößter ICE-Knotenpunkt in Deutschland erhalten bleibt. Für
die Hinhaltetaktik und Verzögerungspolitik des Bundes bei
diesen für das ganze Land wichtigen Projekten haben wir nicht
das geringste Verständnis. Wir treten dafür ein, den Nord- und
den Südast des TGV-Est gleichgewichtig voranzubringen (
Anbindungen Metz – Saarbrücken - Mannheim sowie Straßburg
– Kehl – Appenweier - Karlsruhe). Ebenso fordern wir den
zeitgerechten Ausbau der Rheintalschiene und der Südbahn (Ulm,
Friedrichshafen, Lindau) ein. Wir setzen uns mit Entschiedenheit
für den Erhalt der Interregio-Strecken im Land ein. Um die
angesprochene Verknüpfung von Straße und Schiene zu
verbessern, sind regionale Güterverkehrszentren an geeigneten
Stellen einzurichten oder auszubauen. Den
Schienenpersonennahverkehr werden wir weiter optimieren und den
Integralen Taktfahrplan ausbauen. Den öffentlichen
Personennahverkehr werden wir weiter fördern und im Land flächendeckend
Verkehrskooperationen organisieren. Wir treten für den Erhalt
des steuerlichen Querverbundes ein. Dazu gehört neben der
besseren Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger wie Bus
und Bahn auch die Übertragung des Baden-Württemberg-Tickets
auf alle Verkehrsverbünde im Land.
Mit dem Neubau eines dritten Terminals und einem neuen
Luftfrachtzentrum am Landesflughafen Stuttgart sowie dem
bedarfsgerechten Ausbau der Regionalflughäfen und regional
bedeutsamer Verkehrslandeplätze sorgen wir dafür, dass Baden-Württemberg
auch per Flugzeug gut erreichbar bleibt. Wir unterstützen die
Bemühungen auf europäischer Ebene, die weltweiten Lärm- und
Emissionsstandards bei Luftfahrzeugen zu verbessern.
Des weiteren fordern wir die Bundesregierung auf, in den
Staatsverhandlungen mit der Schweiz auf eine gerechte Verteilung
der Belastungen im Anflug auf den Flughafen Zürich hinzuwirken.
Wir werden nicht weiter hinnehmen, dass 95% der Landesanflüge
von Norden über die Kreise Waldshut und Schwarzwald-Baar
erfolgen, um die Bewohner von Zürich zu schonen. |