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Die
CDU Baden-Württemberg wird den Bäuerinnen und Bauern im Land
weiter ein verlässlicher Partner sein. Sie erzeugen gesunde und
hochwertige Nahrungsmittel, sie sichern unsere natürlichen
Lebensgrundlagen. Sie erhalten Landschaft, Umwelt und
Lebensqualität im ländlichen Raum. Diese Leistungen können
wir nicht importieren. Deshalb braucht die Landwirtschaft
Unterstützung.
Die rot-grüne Bundesregierung hat den Landwirten seit ihrer
Amtsübernahme mit Abstand Einkommensverluste zugemutet wie
sonst keiner anderen Berufsgruppe. Die Einbußen treffen alle
Betriebsgrößen, Betriebsformen und Regionen. Wir haben im Land
leider nicht annähernd die Möglichkeiten dazu, dies alles
auszugleichen. Deshalb fordern die CDU Baden-Württemberg vom
Bund mit Nachdruck, die Kahlschlagpolitik gegen die
Landwirtschaft zu beenden.
Wir werden im Land auch in Zukunft alles dafür tun, um unseren
bäuerlichen Betrieben eine gesicherte Existenz zu bieten und
sie im europäischen Wettbewerb zu stärken. Die Bäuerinnen und
Bauern in Baden-Württemberg haben sich immer wieder rasch auf
neue Entwicklungen eingestellt und mit einem enormen persönlichen
und zeitlichen Einsatz um den Erhalt und die Weiterentwicklung
ihrer Höfe gekämpft. Die Leistungen, die sie dabei erbracht
haben und weiter erbringen, sind nicht nur ihren Betrieben
zugute gekommen. Die gesamte Gesellschaft hat davon profitiert.
Wir wollen deshalb unsere bewährte integrierte und nachhaltige
Agrar- und Strukturpolitik für den ländlichen Raum fortsetzen.
Der Marktentlastungs- und Kulturlandschaftausgleich Baden-Württemberg
(MEKA), die Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO),
die Ausgleichzulage für benachteiligte Gebiete sowie die
einzelbetriebliche Investitionsförderung werden dabei auch in
Zukunft die tragenden Säulen sein. Zu den unverzichtbaren
Leistungen der Landwirtschaft zählt die Pflege und Gestaltung
der Landschaft, die als Kultur- und Erholungsraum für die
gesamte Bevölkerung dient. Diese Leistungen brauchen eine
eigene Entlohnung. Unsere Politik ”Leistung für
Gegenleistung” ist deshalb keine Subventionierung, sondern der
faire Ausgleich für die Erfüllung wichtiger Aufgaben, die im
Interesse aller Menschen in Baden-Württemberg liegen.
Wir wollen die bäuerliche Landwirtschaft und ihre
Vermarktungseinrichtungen erhalten, weil sie der Inbegriff von
gesellschaftlicher Selbständigkeit und Eigenverantwortung sind.
Die CDU Baden-Württemberg setzt sich für die gute Erschließung
regionaler Märkte mit kundenorientierter Ausrichtung der
Erzeugung und Vermarktung ein. Das hohe Qualitätsniveau der
Nahrungsmittel in Baden-Württemberg muss sichergestellt
bleiben. Die umfassenden vorbeugenden Maßnahmen und strengen
Kontrollen der baden-württembergischen Lebensmittelüberwachung
werden wir beibehalten und im Sinne eines umfassenden
Verbraucherschutzes verstärken. Beispielsweise werden alle Maßnahmen
ergriffen zur Eindämmung der BSE-Erkrankung von Rindern
(strenge Überwachung der Futtermittel, BSE-Schnelltests nach
jeder Schlachtung usw.); eine Auszeichnungspflicht soll lückenlos
die Herkunft des dem Verbraucher angebotenen Fleisches sowie bei
anderen Nahrungsmitteln alle verwendeten Zutaten offen legen.
Wir werden uns engagiert für den Erhalt des Herkunfts- und
Qualitätszeichens Baden-Württemberg einsetzen: Unsere
heimischen Lebensmittel sind gesund und gut; die Verbraucher
sollen das erkennen können und wissen.
Die CDU Baden-Württemberg erkennt die Leistungen der
Landwirtschaft für den Umweltschutz und die Landschaftspflege
ausdrücklich an. Wir treten weiter dafür ein, dass unsere
Landwirte besonders sensible Landschaftsbereiche über den
Vertragsnaturschutz auf freiwilliger Basis pflegen. Wir stehen
hinter dem aus EU- und Landesmitteln finanzierten Ausgleich nach
den Landschaftspflegerichtlinien und dem MEKA-Programm.
Landwirtschaftliche Betriebe sind nur dann auf Dauer in der
Lage, Naturschutzflächen durch zielgerichtete und nachhaltige
Bewirtschaftung zu pflegen, wenn sie auf einer soliden
wirtschaftlichen Basis stehen.
Wir werden das EU-Programm Natura 2000 in unserem Land unseren
Verpflichtungen gemäß umsetzen - aber mit der Landwirtschaft
und nicht gegen sie. Landwirtschaft und Naturschutz sind in
Baden-Württemberg keine Gegensätze, sondern gehören zusammen.
Wir werden auch in Zukunft den Einsatz nachwachsender Rohstoffe
fördern. Sie ermöglichen der Landwirtschaft die Erschließung
einer zusätzlichen Einkommensquelle und leisten einen wichtigen
Beitrag zum Klimaschutz und zur Schonung von Ressourcen.
Zentrales Anliegen unserer Forstpolitik ist die Erhaltung des
gesamten Leistungsspektrums der Wald- und Forstwirtschaft. Wir
werden sie auch in Zukunft unterstützen. Waldpflege und
Holzverwertung sind für uns Voraussetzung für eine
sachgerechte, naturnahe Waldbewirtschaftung. |