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Am
26. März 2006 ist Landtagswahl in
Baden-Württemberg

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| Zuwanderung
begrenzen, Integration fördern |
| Wir
wollen ein gutes Miteinander und freundschaftliche Beziehungen
zwischen Deutschen und ausländischen Mitbürgern. Wir wenden
uns gegen Diskriminierung, Rassenhass und Gewalt. Wir fördern
und fordern die Integration ausländischer Mitbürger gleichermaßen.
Besonders wichtig ist dabei die Beherrschung der deutschen
Sprache; sie ist der Schlüssel zur Eröffnung von Chancen in
Bildung und Beruf und damit zu einer erfolgreichen Integration
in unsere Gesellschaft. Deshalb halten wir es für richtig, dass
Ausländer, die dauerhaft nach Deutschland kommen, einen
Integrationskurs besuchen, der ihnen ausreichende Kenntnisse der
deutschen Sprache und unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung
vermittelt; entsprechende Möglichkeiten zur Aneignung der
notwendigen Kenntnisse müssen im Interesse einer gelingenden
Integration geschaffen werden. Wir wollen einen zusätzlichen
Anreiz zum Erlernen der deutschen Sprache schaffen, indem wir
den bereits hier lebenden Ausländern, die Sprach- und
Integrationskurse erfolgreich absolviert haben, schneller einen
zeitlich unbegrenzten Aufenthalt oder eine schnellere Einbürgerung
ermöglichen. Mit dem Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft
muss grundsätzlich die vorherige Staatsbürgerschaft abgelegt
werden. Wir erwarten die Anerkennung unserer Verfassung und der
ihr zugrundeliegenden Werte von allen, die auf Dauer bei uns
leben wollen. Die Orientierung an der Deutschen Leitkultur ist für
uns nicht, wie fälschlicherweise behauptet wird, Ausdruck der
Diskriminierung anderer Kulturen, sondern die Grundlage für ein
gutes Miteinander von Deutschen und Zuwanderern im Rahmen der für
unsere Gesellschaft verbindlichen Werte und Normen auf der Basis
des Grundgesetzes. Wir sind für Integration und gegen
Parallelgesellschaften, wir sind für Miteinander statt
Nebeneinander. Die CDU Baden-Württemberg spricht sich für eine
Steuerung der Zuwanderung nach Deutschland aus, die sich
vorrangig an den Menschenrechten und den Interessen unseres
Landes orientieren muss. Wir befürworten den Zuzug von ausländischen
Fachkräften, wenn ein entsprechender Bedarf einheimischer
Unternehmen nicht mit Arbeitskräften aus Deutschland bzw. der
EU erfüllt werden kann. Grundsätzlich aber müssen die
Qualifizierung, Vermittlung und Beschäftigung von einheimischen
Arbeitnehmern Vorrang vor weiterem Zuzug haben.
Arbeitsmarktpolitischen Bedürfnissen mittelständischer
Unternehmen muss bei der Interessensabwägung ein besonderes
Gewicht zukommen. Tatsächlich politisch Verfolgte müssen auch
in Zukunft Asyl in Deutschland erhalten. Dazu stehen wir ohne
jede Einschränkung. Wir fordern die Bundesregierung auf, die
Harmonisierung des Asylrechts auf europäischer Ebene mit
Nachdruck voranzutreiben Dazu muss das Asylrecht im Grundgesetz
geändert und neu gestaltet werden. Die Lasten von Asylsuchenden
sowie Bürgerkriegs- und Kriegsflüchtlingen müssen auf alle
EU-Länder gerecht verteilt werden. Abgelehnte Asylbewerber und
andere ausreisepflichtige Ausländer müssen konsequent und zügig
abgeschoben werden, wenn nicht nachweisbare humanitäre Gründe
ihren Schutz durch ein vorläufiges Bleiberecht erfordern. Da
Baden-Württemberg in den zurückliegenden Jahren von allen
Bundesländern mit Abstand die meisten ausreisepflichtigen Ausländer
in ihre Heimat zurückgeführt hat, werden wir diesen richtigen
und erfolgreichen Kurs konsequent fortsetzen. Wir fordern darüber
hinaus die Bundesregierung auf, das rechtliche Instrumentarium
zur Aufenthaltsbeendigung weiter zu verbessern. Dieses Anliegen
muss bei der Erarbeitung eines Gesamtkonzepts zur Steuerung und
Begrenzung von Zuwanderung berücksichtigt werden. Für Kriegs-
und Bürgerkriegsflüchtlinge gilt: Sie müssen in ihre
Herkunftsregionen zurückkehren, wenn der Grund für ihre Flucht
nicht mehr besteht. Auch hier sind Ausnahmen nur in eng
begrenzten humanitären Fällen möglich. Bei Darlegung
berechtigter Arbeitgeberinteressen werden bestehende Arbeitsverhältnisse
bei der Bestimmung der Ausreisefrist angemessen und flexibel berücksichtigt.
Es dürfen möglichst wenige Anreize bestehen, aus
wirtschaftlichen Gründen in Deutschland um Asyl nachzusuchen.
Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, die für
Asylbewerber geringeren Sozialhilfeleistungen im Vergleich zu
einheimischen Hilfeempfängern wieder einzuführen. Wir treten
Bestrebungen der Bundesregierung entgegen, das Arbeitsverbot für
Asylbewerber aufzuheben oder stark zu lockern. |
| (Auszug aus:
„Erfolgskurs Süd. Regierungsprogramm 2001-2006“.
Beschlossen vom 42. Landesparteitag am 27. Januar 2001 in
Mannheim)
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