|
Am
26. März 2006 ist Landtagswahl in
Baden-Württemberg

Startseite
Zu
meiner Person
Aktuelles
Bildergalerie
Termine
Wahlkreis
Politik
Links
Kontakt
Impressum
|
| Innere
Sicherheit |
Die Wahrung von
Recht und Gesetz sichert die Freiheit und die Lebenschancen der
Menschen. Ohne innere Sicherheit gibt es keine Lebensqualität,
können Menschen sich nicht entfalten, bleibt die persönliche
Freiheit ein leeres Versprechen. Das Recht ist die Haus- und
Friedensordnung jeder Gesellschaft. Wer die Rechtsordnung
verletzt, untergräbt den inneren Frieden und muss konsequent
zur Rechenschaft gezogen werden. Die Menschen in Baden-Württemberg
sollen sich auf unseren Straßen und Plätzen sicher und zu
Hause fühlen. Kriminelle müssen mit Nachdruck verfolgt,
gestellt und schnell verurteilt werden. Die Rechte der Bürger
und insbesondere der Opfer von Verbrechen haben Vorrang vor möglichen
Erleichterungen für überführte Straftäter. Die CDU Baden-Württemberg
steht an der Seite unserer Polizei und besteht auf der
konsequenten Wahrung von Recht und Gesetz.
Die Bekämpfung von Verbrechen dient dem Schutz der Menschen und
der Sicherung ihrer Freiheit. Deshalb brauchen wir eine gut
ausgestattete Polizei mit hochqualifizierten Polizistinnen und
Polizisten, die diese Aufgabe gut erfüllen und den sich ständig
wandelnden Anforderungen an die Wahrung der Inneren Sicherheit
gerecht werden können. Unsere baden-württembergische Polizei
soll die beste in Deutschland sein. Der Ausstattung der Polizei
mit den modernsten Mitteln der Technik und einer
kontinuierlichen Fortbildung der Polizeibeamten misst die CDU
Baden-Württemberg dabei einen herausragenden Stellenwert bei.
Mit dem Technikzukunftsprogramm Polizei sorgen wir dafür. Mit
einer neuen Organisation und mit lageangepassten
Einsatzkonzepten stellen wir sicher, dass die Polizei präsent
und für den Bürger da ist, wenn er sie braucht. Die kommunale
Kriminalprävention werden wir in enger Zusammenarbeit mit den
Gemeinden fortsetzen und ausbauen; für die Prävention im
Jugendbereich werden wir zusätzlich Gelder aus der neuen
”Zukunftsoffensive Junge Generation” bereitstellen. Wir
wollen verhindern, dass junge Menschen in die Kriminalität
abdriften und sich ihr Leben verbauen.
Wir werden eine Offensive gegen die zunehmende
Computerkriminalität in die Wege leiten. Dazu gehören die
gezielte Aus- und Fortbildung der Polizeibeamten auf allen
Ebenen, die Gewinnung von EDV-Spezialisten durch die Schaffung
attraktiverer Beschäftigungsbedingungen, die systematische
Auswertung des Internet auf strafbare Inhalte durch eine
”virtuelle Streife” sowie die Verstärkung der Vorbeugung
und der Beratung gegen Computerkriminalität.
Ein besonderes Augenmerk werden wir auch künftig auf die Bekämpfung
der Organisierten Kriminalität legen; die Konzepte und
rechtlichen Möglichkeiten zu ihrer Bekämpfung müssen
ausgebaut werden. Dazu gehören die Intensivierung der aktiven
Erkenntnisgewinnung genauso wie die Unterstützung der Schaffung
eines Gesetzes zum Schutz gefährdeter Zeugen, die Wiedereinführung
der Kronzeugenregelung sowie die verbesserte Bekämpfung der
Geldwäsche zum Beispiel durch eine Aufklärungspflicht des
Beschuldigten zur Herkunft verdächtigen Geldes. Die Polizei in
Baden-Württemberg hat bei der dringend gebotenen Abschöpfung
von Verbrechensgewinnen eine bundesweite Spitzenstellung. Mit
steigender Tendenz werden Millionenbeträge sichergestellt und
an die Geschädigten bzw. an die Staatskasse übertragen. Diesen
erfolgreichen Weg werden wir weiter ausbauen.
Wir treten weiterhin für die Überwachung von
Verbrecherwohnungen durch die Polizei mit den modernsten Mitteln
der Technik ein. Die Durchführung anlass- und ereignisunabhängiger
Kontrollen hat sich als erfolgreiches Instrument zur
Verbrechensbekämpfung erwiesen: zahlreiche Straftäter konnten
gefasst sowie Diebesgut, Waffen und Drogen in großer Zahl
beschlagnahmt werden. Deshalb werden wir diese Kontrollen
beibehalten. Die Überwachung belebter öffentlicher Straßen
und Plätze mit Videokameras werden wir zum Schutz der Bürgerinnen
und Bürger an Orten vornehmen, wo häufig Straftaten verübt
werden und das Sicherheitsgefühl leidet.
Wir werden Initiativen zur weiteren Verbesserung der grenzüberschreitenden
und internationalen Zusammenarbeit zur Verbrechensbekämpfung
ergreifen; den Ausbau von Europol werden wir aktiv unterstützen
und mit unseren Nachbarländern Frankreich und der Schweiz Gespräche
über die Einrichtung jeweils binational besetzter Fahndungs-
und Ermittlungseinheiten führen. Wir wollen die Kompetenz der
Polizei im Ermittlungsverfahren weiter stärken und dazu auch
einen elektronischen Datenverbund zwischen Polizei und
Staatsanwaltschaft schaffen.
Engagierte und hochmotivierte Polizeibeamte und
Polizeibedienstete sind Voraussetzung für eine effektive
Verbrechensbekämpfung; deshalb arbeiten wir weiter dafür, die
Besoldungsstruktur bei der Polizei zu verbessern. Wir erfüllen
unsere Versprechen. Wir werden bis 2004 die Stellen des
gehobenen Polizeivollzugsdienstes auf 50 Prozent, bis 2005 die
Stellen des höheren Polizeivollzugsdienstes auf zwei Prozent
steigern und bis 2006 die vollständige Durchschlüsselung der
Stellen des gehobenen Dienstes und der A 14-Stellen im höheren
Dienst vornehmen. Wir setzen uns weiter mit Nachdruck dafür
ein, die bundesrechtlich vorgegebenen Stellenobergrenzen zu verändern,
um im Land die Stellenstruktur im mittleren Dienst nochmals zu
verbessern. Wir werden dafür sorgen, dass die Dienststellen für
Polizistinnen und Polizisten im Erziehungsurlaub einen weiteren
personellen Ausgleich erhalten.
Wir haben in der Legislaturperiode von 1996 bis 2001
insbesondere mit dem Technikzukunftsprogramm einen Schwerpunkt
bei der technischen Ausstattung der Polizei gesetzt. Die
Schwerpunktaufgabe für die neue Legislaturperiode liegt in der
Verbesserung der polizeilichen Präsenz. Wir werden alle
vorhandenen Ressourcen ausschöpfen, um die für die
Sicherheitsinteressen der Bürger gebotene polizeiliche Präsenz
zu sichern und im Laufe der Legislaturperiode auch neue Stellen
schaffen. Die Ausstattung der Polizei mit den modernen Mitteln
der Medien- und Kommunikationstechnologien wollen wir weiter
intensivieren.
Wir werden unsere Anti-Drogen-Politik in Baden-Württemberg
konsequent fortsetzen. Wir werden Drogenabhängigen auch künftig
durch Beratung, Angebote zum Entzug sowie Therapie- und
Rehabilitationsmaßnahmen helfen, von ihrer Sucht loszukommen.
Methadon darf nur unter strenger ärztlicher Kontrolle abgegeben
werden. Eine staatliche Abgabe von Heroin, die Einrichtung von
Fixerräumen und die Freigabe oder den Verkauf von Haschisch in
Apotheken lehnen wir weiterhin ab. Der Aufklärung junger
Menschen über die Folgen des Konsums von Drogen, insbesondere
auch von Ecstasy und anderen Designerdrogen, räumen wir einen
hohen Stellenwert ein. Drogenhändler werden wir mit aller Härte
des Gesetzes verfolgen.
Radikale und Extremisten dürfen keine Chance haben in unserem
Land. Wir werden jeder Form des Radikalismus von links oder
rechts mit Entschiedenheit und allen rechtsstaatlich gebotenen
Mitteln entgegentreten und unsere Demokratie gegen
extremistische Bestrebungen und Terrorismus schützen. Wir
werden das Landesamt für Verfassungsschutz bei der Wahrnehmung
dieser Aufgabe weiterhin unterstützen; seine Abschaffung oder
drastische Verkleinerung wie in anderen Ländern geschehen
kommen für uns nicht infrage. Gewalt gegen Ausländer und
andere Minderheiten werden wir weiterhin unnachsichtig
verfolgen. Wir lehnen jede Form der politischen Zusammenarbeit
mit Parteien aus dem radikalen oder extremistischen Spektrum ab
und fordern alle demokratischen Parteien auf, dies ebenfalls und
überall in Deutschland zu tun.
Wir wollen den Schutz und die Betreuung von Kriminalitätsopfern
verbessern und das Risiko, Opfer eines Verbrechens zu werden,
reduzieren helfen. Hierzu setzen wir einerseits auf Aufklärung
und Prävention sowie andererseits unter anderem auf die
verbesserte Berücksichtigung der Opferbelange in
Ermittlungsverfahren und die nachsorgende Betreuung von Opfern.
Die Rechte der Opfer im Verfahren gegen jugendliche und
heranwachsende Täter müssen verbessert werden. Dem Schutz der
Bevölkerung vor gefährlichen Rückfalltätern dient es auch, künftig
die nachträgliche Sicherungsverwahrung von Tätern gesetzlich
zu ermöglichen, von denen mit großer Sicherheit bei einer
Freilassung aus der Haft Gefahren zum Beispiel für das Leben
oder die sexuelle Selbstbestimmung anderer Menschen ausgehen.
Kriminelle müssen konsequent verfolgt, gestellt, überführt
und schnell und ihrer Tat angemessen verurteilt werden. Bei
Wiederholungstätern ist dabei besonders auf ein Strafmaß mit
vorbeugender Wirkung zu achten. Strafverfahren müssen, wo immer
möglich, weiter beschleunigt werden. Kriminelle Ausländer
werden im Rahmen der geltenden Gesetze unverzüglich des Landes
verwiesen; wir treten für eine Herabsetzung des dafür
gesetzlich geforderten Gesamtstrafrahmens ein. Wir werden nicht
zulassen, dass ausländische Extremisten ihre
Auseinandersetzungen in unserem Land austragen.
Innere Sicherheit gibt es nicht ohne die Wahrung des
Rechtsbewusstseins der Menschen. Deshalb wird es mit uns eine
”Entkriminalisierung” so genannter Bagatelldelikte wie
Ladendiebstahl, Schwarzfahren oder dem Besitz kleiner Mengen an
Rauschgift nicht geben. Wir werden das Gewaltmonopol des Staates
wahren und gegen jeden Versuch verteidigen, es zu untergraben.
Strafrechtlich auffällige Intensivtäter zwischen 18 und 21
Jahren sollen künftig in der Regel nach dem
Erwachsenenstrafrecht abgeurteilt werden. Wir wollen die Möglichkeiten
für Präventions- und Sanktionsmaßnahmen gegenüber Intensivtätern
im Kindes- und Jugendalter ausweiten. Vorrang haben dabei die
Vorbeugung und die Verhinderung von Rückfällen. Deshalb werden
wir im Rahmen der neuen ”Zukunftsoffensive Junge Generation”
ein Betreuungskonzept für straffällig gewordene Jugendliche
zwischen 14 und 17 Jahren aufstellen. In besonders schweren Fällen
muss jedoch auch die Möglichkeit einer sicheren geschlossenen
Unterbringung gewährleistet sein.
Die von der Bundesregierung eingeleitete Justizreform lehnen wir
ab. Wir wenden uns insbesondere dagegen, an Gerichten in erster
Instanz nur noch einen Richter entscheiden zu lassen und das
Berufungsrecht darauf zu beschränken, in zweiter Instanz
lediglich Rechtsfehler zu überprüfen. Weitergehende
Hafterleichterungen für Straftäter als die bisher gesetzlich
zugelassenen lehnen wir ebenso ab.
Wir unterstützen die mehr als 100.000 haupt- und ehrenamtlichen
Helfer der Feuerwehren und der verschiedenen Organisationen des
Katastrophenschutzes, die landesweit bis in die kleinste
Gemeinde häufig unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit
Menschen retten und Schadensereignisse vom Feuer bis zum
Hochwasser bekämpfen. Wir wehren uns gegen die Praxis der
Bundesregierung, die Einsatzgelder dieser ehrenamtlichen Helfer
als Erschwernis mit Steuern und Abgaben zu belegen. Gleichzeitig
erkennen wir die erfolgreiche Initiative der baden-württembergischen
Landesregierung an, die eine Abschaffung der Feuerschutzsteuer
verhindert hat. Zu dem begrüßen wir, dass die Landesregierung
unter Ministerpräsident Erwin Teufel das
Feuerschutzsteueraufkommen nicht nur zu 100% für die
Feuerwehren verwendet hat, sondern darüber hinaus zusätzliches
Geld aus Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt hat. Wir
wollen angesichts steigender Einsatzzahlen und Herausforderungen
die Ausrüstung der Feuerwehren auf einem modernen Stand halten. |
| (Auszug aus:
„Erfolgskurs Süd. Regierungsprogramm 2001-2006“.
Beschlossen vom 42. Landesparteitag am 27. Januar 2001 in
Mannheim) |
| Zurück
zur Politik-Übersicht |
|