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Familien sind
das Fundament unserer Gesellschaft. Deshalb war und ist ihre Stärkung
ein Schwerpunkt in der Politik der CDU. Unsere Gesellschaft
braucht einen Mentalitätswandel zugunsten von Familien mit
Kindern. Erziehungsarbeit braucht mehr Anerkennung. Dazu bedarf
es klarer politischer Signale, wie etwa einer deutlichen
steuerlichen Entlastung der Familien, eine deutlich verbesserte
Anerkennung von Erziehungszeiten in der Rente und einer
Entlastung bei der Einzahlung in die Sozialversicherungen,
insbesondere in die Renten- und Pflegeversicherung. Kinder
bedeuten in aller erster Linie Glück und sind keine Belastung.
Eine Gesellschaft ohne Kinder verliert ihre Vitalität und
Innovationsfähigkeit. Deshalb ist die Leistung, die Familien
erbringen, für eine Gesellschaft von elementarer Bedeutung.
Durch eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Kommunen und Land
konnte in den vergangenen Jahrzehnten in Baden-Württemberg
vieles erreicht werden: Unser Land ist eines der wenigen Länder,
in denen ein Landeserziehungsgeld bezahlt wird. Baden-Württemberg
konnte als erstes Land den Rechtsanspruch auf einen
Kindergartenplatz und eine entsprechende Vollversorgung gewährleisten.
Auch für Schulkinder wurde das Betreuungsangebot in den
vergangenen Jahren enorm gesteigert. Derzeit gibt es an über 80
Prozent der Grundschulen Betreuungsmöglichkeiten im Rahmen der
verlässlichen Grundschule, von denen weit über 40.000
Grundschulkinder profitieren. Hinzu kommen rund 12.000 Plätze
in herkömmlichen Horten und ganztägige Angebote an 147 Schulen
im Land. Für Kinder unter 3 Jahren gibt es bereits jetzt über
15.000 Plätze in unterschiedlichen Einrichtungen. Die CDU
anerkennt die während der letzten Jahre in vielerlei Hinsicht
gewandelten Rahmenbedingungen, insbesondere die Vielfalt der
Lebenssituationen von Familien und Alleinerziehenden sowie den
Wunsch nach der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit,
und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch
immer mehr zum wirtschaftlichen Standortfaktor für Baden-Württemberg.
Baden-Württemberg hat neben Bayern die höchste
Frauenerwerbsquote bundesweit - noch vor allen von der SPD oder
rot-grün regierten Ländern, die ständig eine höhere
Frauenbeschäftigung fordern. Mit der „Zukunftswerkstatt
Familien“ tragen wir dazu bei, die Rahmenbedingungen für die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch weiter zu verbessern.
Wir wollen eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung und
Verbesserung der Betreuungsangebote. Wir setzen uns ein für übergreifende
Netzwerke, die die verschiedenen Formen der Kinderbetreuung
zusammenführen und aufeinander abstimmen. Unser Grundsatz
bleibt: Erziehung fängt in der Familie an. Wir wollen
familienergänzende Betreuungsangebote fördern, die Eltern in
der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen und ihnen
mehr Wahlfreiheit ermöglichen. Für uns bedeutet dies: wohnort-
oder arbeitsplatznah, pädagogisch hochwertig, nach
unterschiedlichen Bedürfnissen differenziert und je nach
Einkommen für die einzelne Familie finanzierbar. Auch die
Unternehmen sind aufgefordert Ihren Beitrag zur Vereinbarkeit
von Kindererziehung und Beruf zu leisten, indem das Angebot von
Teilzeit- und flexiblen Arbeitszeitmodellen deutlich ausgeweitet
wird. Durch das Konzept „Kinderfreundliches Baden-Württemberg“
der Landesregierung und die Neuordnung der Kindergartenförderung,
die Planung und Finanzierung durch die Kommunen aus einer Hand
ermöglicht, wird die bewährte Partnerschaft zwischen Kommunen
und Land fortgesetzt. Wir machen uns in den Kommunen stark für
eine konsequente Nutzung der durch den Landesgesetzgeber eröffneten
Möglichkeiten. Wir setzen auf ein plurales Angebot, das der
Vielfalt der Lebenssituationen von Eltern Rechnung trägt.
Hierzu ist eine exakte Erhebung des tatsächlichen Bedarfs vor
Ort der erste Schritt. Auf der Grundlage der dadurch gewonnenen
Daten wollen wir einen bedarfsgerechten Ausbau von Krippen und
altersgemischten Kindergartengruppen. Durch eine gleichwertige Förderung
der verschiedenen Formen der Betreuung setzen wir einen
besonderen Akzent bei den Tagespflegestellen (Tagesmütter) als
der familiennächsten Form der Betreuung. Wir setzen uns ferner
ein für den weiteren Ausbau der Betreuungsangebote im Rahmen
der verlässlichen Grundschule und eine bedarfsgerechte Erhöhung
der Zahl der Ganztagesschulen. Dies sollte primäre Aufgabe
besonders der CDU Gemeinde- und Stadträte sein, die hierauf
kontinuierlich ihr besonderes Augenmerk richten. |