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6. Juli 2007

CDU-Landtagsabgeordnete aus Stadt- und Landkreis Karlsruhe plädieren für Schuldenabbau auch in Kommunen

„Den Kommunen im Land wird dringend empfohlen, bald möglichst verbindliche Nullverschuldungsziele festzuschreiben und gegebenenfalls Schuldenabbaukonzepte zu beraten“, fordern die Landtagsabgeordneten aus Stadt- und Landkreis Karlsruhe Werner Raab und Katrin Schütz. Die Nullverschuldung und der Schuldenabbau seien nicht allein Kernverantwortung für Bund und Länder, sondern auch der kommunalen Ebene. Die Städte, Gemeinden und Landkreise müssten alle ihnen möglichen Anstrengungen unternehmen, um so schnell wie möglich mit den Einnahmen auszukommen. Klar sei zugleich, dass Bund und Land keine Gesetze beschließen dürften, die den Kommunen zusätzliche Lasten auferlegten. „Für die nächsten Jahre sagen Fachleute steigende Steuern und Abgaben voraus. Die Chance, bei steigenden Einnahmen die Haushalte bei Bund, Ländern und Kommunen in Ordnung zu bringen, war nie so günstig“, erklärten die CDU-Abgeordneten.

„In Ettlingen gab es im letzten Jahr deutlich höhere Einnahmen durch die Gewerbesteuer, sodass die Verschuldung in ansehnlichem Maße zurückgefahren werden konnte“, teilte der Ettlinger Landtagsabgeordnete Werner Raab mit. Der Schuldenstand zum 1.1.2007 lag laut Stadtkämmerei bei nur noch einer Mio. Euro. Damit stehe Ettlingen im Vergleich sehr gut da, dies sei ein lobenswertes Beispiel und ein Ansporn im kommunalen Wettbewerb zugleich.

Nach Innenminister Heribert Rech soll ab dem Jahr 2013 das neue Haushaltsrecht vollständig in Kraft treten, welches die Umstellung des Rechnungswesens der Kommunen von Kameralistik auf Doppik festschreibe. Aufwendungen wie Pensionsrückstellungen und Unterhalt von Gebäuden werden dann in die Rechnung mit einbezogen. „Die demographische Entwicklung stellt uns vor große Aufgaben, deshalb sind wir verpflichtet, keine Lasten in die Zukunft zu verschieben“, so Rech. Die interkommunale Zusammenarbeit sieht er als Sparfaktor an.

In den letzten 40 bis 50 Jahren sind immer mehr Aufgaben der öffentlichen Hand mit Krediten finanziert worden. „In Zeiten einer guten Konjunktur müssen wir gegensteuern und wenigstens einen Teil der Schulden zurückzahlen. Wenn unsere Sozialsysteme weiter bestehen bleiben sollen, kommen insbesondere wegen der demographischen Entwicklung noch genügend neue Belastungen auf unsere Kinder zu“, argumentierten Schütz und Raab.

 

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