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Die
CDU-Landtagsfraktion hat beschlossen, weitere 307 Lehrerstellen zu
entsperren, um die Unterrichtsversorgung zu verbessern. Bereits in
dem im Juli verabschiedeten Maßnahmenpaket zur Stärkung der
Hauptschule war die Entsperrung von 305 Lehrerstellen enthalten.
„Wir haben beim
letzten Doppelhaushalt bewusst keine Stellen gestrichen, sondern
nur eine Sperrung vorgenommen, um auf aktuelle Entwicklungen
flexibel reagieren zu können“, betonten die
CDU-Landtagsabgeordneten Werner Raab und Joachim Kößler. „Durch
die wieder besetzten Stellen kann nun nicht nur der Pflichtbereich
abgedeckt werden, sondern es entstehen auch mehr Spielräume für
den Ergänzungsbereich“, so die Abgeordneten. Die Situation der
Schulen im Landkreis Karlsruhe werde von ihnen aufmerksam
beobachtet. Werner Raab verspricht sich durch die jetzige
Entsperrung auch eine Verbesserung der Lehrkräftesituation in den
Realschulen. Bei seinem Besuch im Schulamt am Montag war sich Raab
mit Schulamtspräsident Schnatterbeck einig, dass Fehlzeiten
verringert werden müssen. „Das rechtliche Instrumentarium dazu ist
nun vorhanden“, sagte Raab. Mutterschaften würden nun
beispielsweise „frühzeitiger erkannt“; ab dem ersten Tag der
Mutterschutz-Zeit dürfe nun ein Ersatz eingestellt werden.
Zur Realisierung
von Einsparungen war im Rahmen der letzten Haushaltsberatungen
ursprünglich die schrittweise Sperrung von bis zu 521
Lehrerstellen bis zum Ende des Jahres 2008 beschlossen worden.
Außerdem wurden zum Schuljahresbeginn 2007/08 203
Lehrerstellen gesperrt, weil durch die Erhöhung der
Unterrichtsverpflichtung für Anwärter und Referendare um eine
Stunde ein zusätzlicher Versorgungsgewinn erreicht werden konnte.
„Die neuen
Beschlüsse der CDU-Fraktion zeigen, welchen hohen Stellenwert wir
neben einer soliden Haushaltspolitik der Bildung beimessen“,
erklärten Raab und Kößler.
Für dieses
Schuljahr sind bereits insgesamt 3750 junge Pädagoginnen und
Pädagogen in den öffentlichen Schuldienst eingestellt worden. Um
zu verhindern, dass aufgrund der steigenden Zahl von
Schwangerschaften bei Lehrkräften während des Schuljahres
Pflichtunterricht ausfällt, wurden bereits vor der Sommerpause
mehr Mittel für Vertretungslehrkräfte zur Verfügung gestellt.
Diese Mittel können bei allen Ausfällen durch Mutterschutz,
Elternzeit, vorzeitige Zurruhesetzung und Tod sofort für
Einstellungen eingesetzt werden.
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