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Der für
Rheinstetten zuständige Landtagsabgeordnete Werner Raab hat die
Zerstörung von einem Hektar Fläche des Gen-Mais-Versuchsfeldes
in Forchheim/Rheinstetten aufs Schärfste verurteilt. „Damit wird
die Auswertung des Versuchs, der die Abstandregeln zwischen
ökologischen Anbauflächen zu solchen mit gentechnisch
veränderten Organismen (GVO) ermitteln sollte, nicht mehr oder
nur noch eingeschränkt möglich sein“, erklärte Raab.
Der
Gen-Mais-Versuch beruht auf dem Gentechnikgesetz, das die
Koexistenz ökologischer, konventioneller und gentechnischer
Verfahren gewährleisten soll. Dieses Nebeneinander verschiedener
Anbauverfahren soll nach den sog. Regeln der „guten fachlichen
Praxis" erfolgen. Diese Regeln, zu denen auch die Abstandsregeln
zählen, sind noch nicht festgelegt worden, sondern sollten in
dem Versuch ermittelt werden. Das Experiment sollte gerade dem
Schutz der ökologischen und konventionellen Landwirtschaft
dienen und Beeinträchtigungen durch GVO-Pollenflug ausschließen.
Auch gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Landwirten
sollte dadurch vorgebeugt werden.
„Dieser
Versuch, der auf Initiative der damaligen
Verbraucherschutz-Ministerin Künast (Grüne) zurückgeht, wurde
nun widerrechtlich und strafrechtlich relevant vereitelt“, so
der CDU-Abgeordnete.
Das Versuchsfeld
in Forchheim ist 11,2 Hektar groß, die Fläche, auf der
gentechnisch veränderter Mais angebaut wurde, beträgt drei
Hektar. Von dieser Fläche wurde ein Hektar zerstört. Da das
Versuchsdesign mit der Bundesforschungsanstalt für
Landwirtschaft (FAL) Braunschweig abgestimmt und identische
Versuche auch an anderen Standorten in Deutschland angelegt
wurden, ist eine Gesamtauswertung nur noch eingeschränkt
möglich.
„Es ist sehr
bedauerlich, dass hier auf kriminelle Art und Weise verhindert
wird, dass Erkenntnisse von einer unabhängigen staatlichen
Stelle gewonnen werden können. Dies ist gerade im
Forschungsbereich inakzeptabel“, so Raab. Gleichzeitig forderte
er die zuständigen
Stellen auf, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um zukünftig
die wissenschaftlichen Untersuchungen ungestört durchführen zu
können. |