Werner Raab   

Landtagsabgeordneter im Wahlkreis  Ettlingen

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30.04.2009

Werner Raab, MdL informierte sich vor Ort über die Arbeit der Familienhebamme im Landkreis Karlsruhe

Seit Mai 2008 ist die berufserfahrene Hebamme Claudia Müller, die sich derzeit in der Weiterqualifizierung zur Familienhebamme befindet, beim Landratsamt Karlsruhe tätig. Sie ist Mitglied des Teams „Frühe Hilfen“. Hierbei handelt es sich um einen präventiv tätigen und multiprofessionellen Spezialdienst des Landratsamtes. Neben vier Sozialpädagoginnen des Jugendamtes wirken hier auch die Hebamme sowie Kinderärzte des Gesundheitsamtes mit. Mit den „Frühen Hilfen“ verbindet der Landkreis Karlsruhe das Ziel, Schwangere und Eltern oder Alleinerziehende mit Säuglingen und Kleinkindern in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen.

Werner Raab, MdL, Mitglied des Sozialausschusses im Landtag und Mitglied des Kreistages informierte sich vor Ort über die Erfahrungen der Familienhebamme des Landkreises Karlsruhe. Ein besonderes Anliegen war ihm dabei zu erfahren, wie das Programm zur Förderung der Ausbildung und des Einsatzes von Familienhebammen ankommt, das er auf Landesebene mitentwickelt hat.

Gerade Hebammen sind in der Lage, so das Ergebnis des Austausches, rasch Zugang zur Schwangeren zu finden sowie der späteren Mutter und dem Kind in dieser kritischen Lebensphase seelische und körperliche Ausgeglichenheit zu vermitteln. Ihre spezielle Ausbildung ermöglicht es der Familienhebamme, Mütter in Bezug auf einen feinfühligen Umgang mit den Kindern ganz individuell zu beraten, Störungen in der Mutter-Kind-Beziehung zu erkennen und auf eine gelingende Beziehung als Basis für die gute Entwicklung des Kindes hinzuwirken.

„Die Erfahrungen mit der Hebamme im Landkreis Karlsruhe belegen, dass die frühe Kontaktaufnahme zu Eltern bereits in der Geburtsklinik, dem Frauenarzt oder der Schwangerenberatungsstelle eine wichtige Unterstützung für Familien in schwierigen Lebenssituationen darstellt und auch sehr gut angenommen wird“ so Dr. Peter Friebel, Leiter des Gesundheitsamtes im Landratsamt. Sehr belastende Situationen können  beispielsweise bei sogenannten „Schreibabys“, bei Kindern mit Behinderung oder Entwicklungsstörungen, bei Erziehungsproblemen, gesundheitlicher Beeinträchtigung der Eltern oder sozialer Isolation der Familien entstehen. Die Familienhebamme stellt über ihre professionelle Arbeit Vertrauen her, berät und vermittelt weitergehende Hilfen. Zugleich kann sie eine für die Gesundheit des Kindes bedrohliche Entwicklung frühzeitig erkennen.

Einigkeit bestand auch darin, dass Familienhebammen aufgrund der teilweise sehr schwierigen Lebensumstände, mit denen sie im Rahmen ihrer Arbeit in den Familien konfrontiert werden, eingebettet sein müssen in ein multiprofessionelles Team von in der Jugendhilfe erfahrenen Sozialpädagogen, Kinderärzten, Psychologen u. a. .

Der Landkreis Karlsruhe entwickelt zur Zeit. seine Konzeption „Frühe Hilfen“ weiter, um insbesondere eine bessere Vernetzung aller Akteure und Fachkräfte im Gesundheitssystem und in der Familien- und Jugendhilfe zu ereichen. Gerade um die Familien, die Hilfe auch tatsächlich benötigen zu erreichen,  bedarf es des Ausbaus eines flächendeckenden Angebotes.  Der Ettlinger Landtagsabgeordnete sagte hierzu seine volle Unterstützung zu.

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