Die stärkste Kraft in Baden-Württemberg

 

Startseite

Zu meiner Person

Archiv

Bildergalerie

Wahlkreis

Politik

Links

Kontakt

Impressum

21.05.2007

Landesprojekt „Schulreifes Kind“: Fünf neue Modellstandorte im Wahlkreis Ettlingen

In der zweiten Tranche des Projekts „Schulreifes Kind“ sind für das Schul- und Kindergartenjahr 2007/08 fünf neue Modellstandorte im Wahlkreis Ettlingen in das Förderprogramm aufgenommen worden, wie der Ettlinger Landtagsabgeordnete Werner Raab mitteilt.

Es handelt sich um folgende Standorte:

Schillerschule und Kinderhaus St. Elisabeth in Ettlingen,

Johann-Ruprecht-Grundschule und Kindergarten St. Elisabeth, Rheinstetten

Pestalozzi-Grundschule und Katholischer Kindergarten St. Theresia, Rheinstetten

Grundschule Mutschelbach und Evangelischer Kindergarten, Karlsbad

Grundschule Spielberg und Katholische Tageseinrichtung für Kinder St. Elisabeth, Karlsbad

Raab bezeichnete das Projekt "Schulreifes Kind" als Schlüsselvorhaben der Landesregierung im Bereich der frühkindlichen Förderung. Es setzt dort an, wo der Förderbedarf eines Kindes über die Möglichkeiten des neuen Orientierungsplans für Kindergärten hinausgeht. Entwicklungsverzögerungen sollen somit frühzeitig erkannt und durch gezielte Fördermaßnahmen ausgeglichen werden. „Die Rückstellung vom Schulbesuch verletzt Kinder in ihrem Selbstwertgefühl und lähmt ihre Motivation. Wir müssen dafür sorgen, dass für Kinder der Bildungsort Schule von Beginn an mit positiven Gefühlen besetzt ist. Unser Ziel ist es, dass alle Kinder einen guten Start in die Schule erhalten", betonte Raab. Er sieht in dem Projekt auch ein Mittel, um die Bildungschancen von Migrantenkindern deutlich zu verbessern und damit erfolgreiche Integrationsarbeit zu leisten.

Das Förderverfahren beginnt 24 bis 15 Monate vor der Einschulung. In diesem Zeitraum legen die Erzieherinnen und Erzieher fest, ob ein Förderbedarf besteht oder nicht. Grundlage der Diagnostik bildet der Orientierungsplan für Kindergärten mit seinen Bildungs- und Entwicklungsfeldern. Eine weitere Möglichkeit in der Erprobungsphase ist die Koppelung des Projekts mit der vom Sozialministerium neu konzipierten Einschulungsuntersuchung, die in zehn Landkreisen modellhaft erprobt wird. Die Teilnahme an der Untersuchung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst ist freiwillig. Bestandteil dieser Untersuchung ist ein Sprachtest sowie ein Seh- und Hörtest. Herangezogen werden auch der Impfpass sowie die Entwicklungsdokumentation des Kindergartens.

„In allen Fällen wird der Förderbedarf einem bei den Landratsämtern angesiedelten „Runden Tisch“ gemeldet, an dem Schule, Kindergarten, Gesundheitsamt, Frühförderstelle und die betroffenen Eltern über das konkrete Förderangebot für das jeweilige Kind beraten und entscheiden“, so Raab. Zu den möglichen Maßnahmen zählten beispielsweise Sprachförderung, Schulung der Feinmotorik oder auch Übungen zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit. Für den Einsatz der pädagogischen Fachkräfte erhalten die Landratsämter einen Stundenpool zugewiesen, dessen Umfang vom Förderbedarf und der Anzahl der Gruppen abhängt. Die Förderung kann in der Grundschule oder im Kindergarten, durch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder in Zusammenarbeit beider pädagogischer Fachkräfte erfolgen, der Förderumfang variiert von sechs bis höchstens 18 Wochenstunden. Insgesamt stehen im Endausbau 45 Millionen Euro an Landesmitteln zur Verfügung.

Landesweit werden im Herbst 195 weitere Modellstandorte mit 434 Kindergärten und 204 Grundschulen in das Projekt "Schulreifes Kind" aufgenommen. Damit steigt die Zahl der Modellstandorte zum neuen Schul- bzw. Kindergartenjahr 2007/08 auf insgesamt 245 mit insgesamt 857 Einrichtungen, davon 592 Kindergärten und 265 Schulen. Das Projekt startete im September 2006 mit 50 Modellstandorten und insgesamt 219 Einrichtungen, davon 158 Kindergärten und 61 Grundschulen.