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„Wer rauchen möchte und die
allseits bekannten Gesundheitsrisiken für sich akzeptiert, den
will und kann ich nicht am Rauchen hindern. Ziel muss jedoch sein,
Kinder und Jugendliche
davor zu bewahren, überhaupt mit dem Rauchen zu beginnen", sagte
der Ettlinger Landtagsabgeordnete Werner Raab.
Das durchschnittliche
Einstiegsalter liege unverändert niedrig zwischen dem 13. und 14.
Lebensjahr. Erfreulich sei dagegen, dass die Raucherquote in der
Altersgruppe der zwölf bis 17jährigen in Baden-Württemberg
insgesamt von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 20 Prozent im Jahr 2005
zurückgegangen ist. Drei Viertel der Raucherinnen und Raucher
hätten, so der CDU-Politiker,
bereits vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen. „Das
zeigt, wie notwendig die Tabakprävention ist."
Raab verwies auf die
Initiative „Ohne Kippe", die in der Thoraxklinik Heidelberg
ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projekts ist es, ein Netzwerk
von Kliniken aufzubauen, um eine möglichst große Zahl von Kindern
und Jugendlichen zu erreichen, um über die Gefahren des Rauchens
aufzuklären. In dem Aufklärungsprogramm, das zum Beispiel im
Diakonissen-Krankenhaus Rüppurr angeboten wird, sind Vorträge über
das Tabakrauchen und seine Wirkungen ebenso enthalten, wie
Gespräche mit Patienten. Altersgerecht wird den Schülerinnen und
Schülern eine Bronchoskopie mit pathologischen Befunden per
Videoprojektion gezeigt. „Das sind sicherlich keine schönen Bilder
die hier zu sehen sind. Aber sie können dabei helfen unsere Kinder
vor der tödlichen Sucht zu bewahren“, erläuterte Raab.
Aufklärungsmaßnahmen, wie sie im Rahmen des landsweiten Projekts
„Ohne Kippe" durchgeführt werden, seien eine sinnvolle Ergänzung
zu anderen, insbesondere lokalen Projekten, sagte Raab. So bietet
beispielsweise auch das St. Vincentius-Krankenhaus in Karlsruhe
Vorträge und Gespräche zum Thema Rauchen an. Im Jahr 2006 haben
nach Informationen des Gesundheitsamts über 1500 Schüler aus der
ganzen Region an diesem Programm teilgenommen.
Auf ein weiteres
im Mai letzten Jahres vorgestelltes Projekt im Stadt- und
Landkreis Karlsruhe macht der Ettlinger Abgeordnete aufmerksam: es
handelt sich um die Initiative „Rauchfreie Schule“, bei der
Plaketten an diejenigen Schulen ausgegeben werden, die bestimmte,
strikte Bedingungen zum Nichtraucherschutz erfüllen. Bislang haben
sich von rund 160 Schulen in der Region 70 auf die Anfrage
gemeldet, wovon zirka 45 das Etikett „Rauchfreie Schule“ für sich
beanspruchen.
Ein
grundsätzliches Rauchverbot an Schulen sieht der Ettlinger
Landtagsabgeordnete in diesem Zusammenhang als notwendig an: „Es
muss eine klare gesetzliche Regelung her, die deutlich macht, dass
Zigaretten an Schulen nichts zu suchen haben.“ |