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02.03.2007

MdL Werner Raab: „In Schulen haben Zigaretten nichts zu suchen“

„Wer rauchen möchte und die allseits bekannten Gesundheitsrisiken für sich akzeptiert, den will und kann ich nicht am Rauchen hindern. Ziel muss jedoch sein, Kinder und Jugendliche davor zu bewahren, überhaupt mit dem Rauchen zu beginnen", sagte der Ettlinger Landtagsabgeordnete Werner Raab.

Das durchschnittliche Einstiegsalter liege unverändert niedrig zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr. Erfreulich sei dagegen, dass die Raucherquote in der Altersgruppe der zwölf bis 17jährigen in Baden-Württemberg insgesamt von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 20 Prozent im Jahr 2005 zurückgegangen ist. Drei Viertel der Raucherinnen und Raucher hätten, so der CDU-Politiker, bereits vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen. „Das zeigt, wie notwendig die Tabakprävention ist." 

Raab verwies auf die Initiative „Ohne Kippe", die in der Thoraxklinik Heidelberg ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projekts ist es, ein Netzwerk von Kliniken aufzubauen, um eine möglichst große Zahl von Kindern und Jugendlichen zu erreichen, um über die Gefahren des Rauchens aufzuklären. In dem Aufklärungsprogramm, das zum Beispiel im Diakonissen-Krankenhaus Rüppurr angeboten wird, sind Vorträge über das Tabakrauchen und seine Wirkungen ebenso enthalten, wie Gespräche mit Patienten. Altersgerecht wird den Schülerinnen und Schülern eine Bronchoskopie mit pathologischen Befunden per Videoprojektion gezeigt. „Das sind sicherlich keine schönen Bilder die hier zu sehen sind. Aber sie können dabei helfen unsere Kinder vor der tödlichen Sucht zu bewahren“, erläuterte Raab.

Aufklärungsmaßnahmen, wie sie im Rahmen des landsweiten Projekts „Ohne Kippe" durchgeführt werden, seien eine sinnvolle Ergänzung zu anderen, insbesondere lokalen Projekten, sagte Raab. So bietet beispielsweise auch das St. Vincentius-Krankenhaus in Karlsruhe Vorträge und Gespräche zum Thema Rauchen an. Im Jahr 2006 haben nach Informationen des Gesundheitsamts über 1500 Schüler aus der ganzen Region an diesem Programm teilgenommen.

Auf ein weiteres im Mai letzten Jahres vorgestelltes Projekt im Stadt- und Landkreis Karlsruhe macht der Ettlinger Abgeordnete aufmerksam: es handelt sich um die Initiative „Rauchfreie Schule“, bei der Plaketten an diejenigen Schulen ausgegeben werden, die bestimmte, strikte Bedingungen zum Nichtraucherschutz erfüllen. Bislang haben sich von rund 160 Schulen in der Region 70 auf die Anfrage gemeldet, wovon zirka 45 das Etikett „Rauchfreie Schule“ für sich beanspruchen.

Ein grundsätzliches Rauchverbot an Schulen sieht der Ettlinger Landtagsabgeordnete in diesem Zusammenhang als notwendig an: „Es muss eine klare gesetzliche Regelung her, die deutlich macht, dass Zigaretten an Schulen nichts zu suchen haben.“

Links:

- Nichtsraucherschutz in Gaststätten

- CDU-Landtagsfraktion für umfassenden Nichtraucherschutz