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21.03.2007

Kleinkindbetreuung -

MdL Werner Raab: Bedarfsgerechtigkeit ist unabdingbares Ziel

Von staatlicher Reglementierung in der Kleinkindbetreuung hält der Landtagsabgeordnete Werner Raab nichts. Der örtliche Bedarf sei ausschlaggebend für das bereitzustellende Angebot, und diese Aufgabe könne dementsprechend nur vor Ort in der Kommune sachgerecht erledigt werden. „Den Eltern muss überlassen werden, zu entscheiden, welche Betreuung ihres Kindes für sie optimal ist. Das Wohl des Kindes geht vor allen anderen Bedürfnissen, daher kann keine allgemeinverbindliche Vorgabe das Ziel sein, sondern die Unterstützung der jeweiligen familiären Situation, wie sie sich auf vielfältige Art und Weise stellt“, erklärte der CDU-Abgeordnete.

In einem Gespräch zwischen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Pfinztaler Gemeinderat, Achim Kirchenbauer, und Raab, legte Kirchenbauer Wert darauf, dass das Land auch in Zukunft verlässlich die Kommunen bei den einzelnen Betreuungsformen unterstützt. Raab erklärte, das von ihm favorisierte Konzept sei, dass die Eltern möglichst selbst ihr Kind betreuen. Dort wo dies nicht möglich sei, komme der Tageselternbetreuung der höchste Stellenwert zu, weil dadurch eine familiennahe Situation gewährleistet werde, die mit einem geringen Wechsel der Bezugspersonen einhergeht.

Der Tageselternverein für den südlichen Landkreis Karlsruhe, in dem auch die Gemeinde Pfinztal Mitglied ist, bietet durch hohe fachliche Kompetenz in der Ausbildung und die ständige Betreuung der Tageseltern die Garantie für höchste Qualität. Jährlich werden neue Tageseltern ausgebildet und bleiben in einem intensiven Kontakt zu den Fachkräften.

Weitere Betreuungsangebote, die laut Raab möglichst durch die Träger der freien Wohlfahrtspflege und die Kirchen erfolgen sollen, ergänzen sinnvoll das Angebot. Derzeit würden auch in vielen Kindergärten Angebote für Kinder unter drei Jahren eingerichtet. Sie seien ein weiterer Mosaikstein, so Raab.

Ab dem Dritten Lebensjahr besteht der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, der im ganzen Landkreis Karlsruhe ausnahmslos erfüllt wird. Doch dies ist dem früheren Sozialbürgermeister Werner Raab nicht genug, er hält die verlässliche Grundschule und den Hort an der Schule für zwei hervorragende zusätzliche Angebote, die ebenfalls mit Unterstützung des Landes aufrechterhalten werden.

„Die Kinderbetreuung ist viel zu wichtig, als dass sie in ideologische Auseinandersetzungen hineingezogen werden darf, allein das Wohl des Kindes muss unsere Handlungsmaxime sein“, so Raab. Die Gemeinden seien aufgerufen, sich des Themas anzunehmen und festzustellen, welcher Bedarf vor Ort vorhanden ist, denn auch hier gelte es, Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Weder in Berlin, noch in Stuttgart sei genügend lokales Wissen vorhanden, um die Kleinkindbetreuung angemessen regeln zu können. „Diese Aufgabe entspringt naturgemäß der örtlichen Gemeinschaft und kann daher nur dort zufrieden stellend gelöst werden“, betonte der CDU-Abgeordnete.