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„Ich sehe eine positive Entwicklung, unser
Angebot wird von den Ettlingern gut angenommen“, bilanzierte
Firmenchef Edmund Gegenheimer anlässlich des Besuchs von MdL
Werner Raab und dessen Zweitkandidat Bernd Bistritz, dem
abfallpolitischen Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion.
Vor einem guten halben Jahr feierte die Firma
Gegenheimer nicht nur ihr 35-jähriges Betriebsjubiläum, sondern
auch die Eröffnung des neuen Wertstoffhofs in der
Otto-Lilienthal-Straße 4b im Ettlinger Industriegebiet. Dort wird
seither Sperrmüll und Elektroschrott entgegengenommen und
säuberlich sortiert. An zwei Tagen in der Woche – mittwochs von 14
bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr, Infos unter 07243/29255
- hat jeder Ettlinger Bürger die Möglichkeit, ausgediente und
kaputte Geräte selbst bei der Firma Gegenheimer abzugeben, wobei
ihn die Ablieferung von Elektrokleingeräten nichts kostet. Für
Großgeräte, wie z.B. Computer oder Waschmaschinen braucht man eine
blaue Sperrmüllkarte. Kritik an der Unterscheidung zwischen Groß-
und Kleingeräten übte Bistritz. Die Einteilung erscheine oft nicht
nachvollziehbar und sei dem Bürger fremd.
Gegenheimer bemängelte die hohen
Genehmigungskosten im Vorfeld der Geschäftseröffnung. „Da ist man
locker 20.000 Euro los, bevor man einen müden Cent sieht, ganz zu
schweigen von den Baukosten für die nötige Lagerhalle.“
Bistritz, der als Architekt tätig ist,
stimmte dem Firmenchef zu. Diese hohen Nebenkosten seien das große
Problem in Deutschland. Es gebe kein anderes europäisches Land, in
welchem die Genehmigungskosten derart hoch seien. Hinzu kämen die
Pflichtmitgliedschaften in Berufsgenossenschaft und IHK und für
alles brauche man weitere Nachweise und Lizenzen, ein weiterer
Kostenfaktor.
Über die sortenreine Entsorgung des Elektro-
und Sperrmülls freute sich der Ettlinger Landtagsabgeordnete
Werner Raab. Das Bewusstsein der Abfalltrennung sei in der
Bevölkerung schon hoch, könne aber noch gesteigert werden. Gerade
bei Elektronikgeräten gebe es eine Fülle wieder verwertbarer
Komponenten, die nichts in der grünen Tonne oder gar im Restmüll
zu suchen hätten, so der Landespolitiker, der im Umweltausschuss
sitzt. „Je höher die Rohstoffkosten steigen, desto interessanter
und wichtiger werden Recyclingmodelle. Deshalb begrüße ich diese
Wertstoffanlage vor Ort sehr, denn damit sichern wir eine
nachhaltige Ressourcenverwertung, schonen unsere Umwelt und
schaffen sogar Arbeitsplätze.“
„Ich wünsche mir, dass die Ettlinger noch
mehr von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre kaputten Geräte
eigenhändig bei uns abzugeben“, betonte Gegenheimer. Den Sperrmüll
vor der Haustüre abholen zu lassen sei kostenaufwändig, eine
Selbstentsorgung dagegen billig und vor allem zeitnah.
Der Betrieb beschäftigt sieben Mitarbeiter
und hat seit Einführung des Elektroschrottgesetzes Ende März 2006
schon rund 1080 Kubikmeter Sperrmüll entgegengenommen. Der
sortierte Müll wird dann nach Bruchsal zur Gesellschaft für
Abfallwirtschaft (GFA) verbracht, wo die Materialen
weiterverteilt- und -verwertet werden. Der Transport liegt in der
Trägerschaft des Landratsamts. |