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In seiner
Landtagsrede zum Gesetzentwurf zur Stärkung des Ehrenamts in der
Jugendarbeit wies der Ettlinger Landtagsabgeordnete Werner Raab
darauf hin dass bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement
als unverzichtbares Element unserer Gesellschaft auch
gesetzgeberisch unterstützt werden müsse. Der Anteil der
ehrenamtlich Tätigen liege im Altersbereich der 14 bis 30-jährigen
bei 46 Prozent. „Baden-Württemberg ist das Land des
bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements in Deutschland.
Rund 4,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich im
Ländle“, erläuterte Raab.
Seit nunmehr 54
Jahren wird in Baden-Württemberg das ehrenamtliche Engagement in
der Jugendarbeit mit dem Gesetz über die Erteilung von
Sonderurlaub an Mitarbeiter in der Jugendpflege und
Jugendwohlfahrt gefördert. |
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„Es hat erheblich dazu
beigetragen, junge Menschen für das ehrenamtliche Engagement zu
gewinnen“, sagte Raab in seiner Rede im Landtag. Da sich jedoch
die jugendhilfe- und arbeitsrechtlichen sowie
arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen seit 1953 erheblich
verändert haben, müsse das Gesetz nun sowohl inhaltlich als auch
redaktionell überarbeitet werden.
Der Entwurf sieht vor, die
Freistellungsmöglichkeiten zu erweitern und das Mindestalter der
berechtigten Personen von 18 auf 16 Jahre herabzusetzen. Darüber
hinaus sollen künftig auch Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für
Übungsleiter und Trainer im Jugendbereich des Sports von den
Freistellungsmöglichkeiten umfasst werden. Wesentliche Eckpunkte
der Novellierung sind außerdem die Absenkung der Höchstdauer der
Freistellung von zwölf auf zehn Tage und für Auszubildende auf
fünf Tage. Mit der Absenkung des Mindestalters von 18 auf 16 Jahre
sollen die Auszubildenden künftig stärker vom Geltungsbereich des
Gesetzes erfasst werden. Ein Freistellungsanspruch von lediglich
fünf Tagen sei deshalb auch im Interesse der jungen Menschen
richtig, denn die Ausbildung müsse immer noch an erster Stelle
stehen, erklärte Raab. „Mit diesem Gesetz wird es gelingen, das
Ehrenamt in Baden-Württemberg weiter zu stärken“, betonte Raab.
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