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30. November 2007

Arbeitsgruppe „Demografischer Wandel“ am 30. November 2007 in Amtzell

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Demografischer Wandel“ besuchten unter Leitung ihres Vorsitzenden Werner Raab MdL am 30. November 2007 die Gemeinde Amtzell im Allgäu, um sich vor Ort ein Bild des

„gesteuerten“ Zusammenwirkens der Generationen in einer Gemeinde zu machen. Bürgermeister Paul Locherer MdL begrüßte die Arbeitsgruppe im Rathaus der Gemeinde Amtzell, die als „Wohlfühlgemeinde“ in den letzten 10 Jahren rund 700 neue Einwohner gewinnen konnte. Er erläuterte, dass sie die Gemeinde Amtzell wegen ihres Netzwerks besonderer Beliebtheit erfreue, das die Gemeinde als Lebensraum erlebbar mache, die Lebenssituation und das Lebensumfeld von Kindern, Jugendlichen, Familien, Seniorinnen und Senioren sowie von Benachteiligten in der Gemeinde verbessere, bürgerschaftliches Engagement in der Gemeinde ermögliche und unterstütze sowie das Miteinander von Jung und Alt in der Gemeinde fördere.

Frau Diane E. Raedler, Sozialdezernentin beim Landratsamt Ravensburg, informierte die Arbeitsgruppe über das Aktionsprogramm "fit for family", mit dem der Landkreis Ravensburg ein dauerhaftes familienfreundliches Klima sicherstellen will. Die Familienförderung verfolge vor allem das Ziel, starke und intakte Familien als stabile Säulen der Gesellschaft zu schaffen.

 Die Kinderbetreuung stelle deshalb ein zentrales Thema im Aktionsprogramm dar. Die Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen im Landkreis orientiere sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Familien. Es soll außerdem ein qualifiziertes und verlässliches Betreuungsangebot für die unter Dreijährigen geschaffen werden.

Die Arbeit im ländlichen Schulzentrum Amtzell mit seinen 387 Schülerinnen und Schülern werde nach den Ausführungen von Herrn Schulleiter Roland Titel vom Übergang von der offenen Ganztagesbetreuung zur teilgebundenen Ganztagesschule,
der Modellschule für den Hauptschul- und den mittleren Schulabschluss, der Kernzeiten- und Hausaufgabenbetreuung sowie den Freizeitangeboten und der Schulsozialarbeit geprägt.

Herr Dr. Berthold Broll (Stiftung Liebenau) und Frau Inge Bussmann- Hirscher stellten das Leben in den Mehrgenerationenhäusern der Wohnanlage „Lebensräume für Jung und Alt“ dar.

Die Erfahrungen über die bewährte Kooperation des kommunalen Kindergartens mit flexibler Ganztagesbetreuung und des Pflegeheims im St. Anna-Hilfe-Haus St. Gebhard wurden ausführlich von Frau Ritter-Senn und Frau Arana beschrieben.

Die Arbeitsgruppe zeigte sich von allen Erfahrungsberichten und den Besichtigungen des Schulzentrums, der Wohnanlage „Lebensräume für Jung und Alt“ und des St. Anna-Hilfe-Hauses St. Gebhard sehr beeindruckt und empfiehlt allen Kommunen in Baden-Württemberg entsprechende Nachahmung.

 

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