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Hockenheim (csk) Vom 19. bis 21. August 2005 findet auf dem Hockenheimring die 20. Drag Racing Meisterschaft statt. Die sogenannte Nitrolymp'X ist Europas
größtes Dragster-Rennen und wird seit 1989 in Hockenheim ausgerichtet.
Beim Drag Race handelt es
sich um ein Beschleunigungsrennen über die Quartermile, die Viertelmeile
von 402,33 Metern. Es gibt zwei parallel verlaufende Strecken, die für
die gefahrenen Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 500 Stundenkilometern
gummiert und geklebt werden. Die Meisterschaftsläufe werden im
K.-O.-System ausgetragen, bei dem sich zwei Piloten in den jeweiligen
Klassen direkt auf den beiden Fahrbahnen messen. Die jeweiligen Sieger
kommen in die nächste Runde bis hin zum Finale, bei dem es nicht nur um
den Tagessieg, sondern auch um wichtige Punkte für die
Europameisterschaften geht.
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Street-Racer beim Burnout |
Durch den Einsatz von Kompressor, Turbo, Lachgas, Methanol und Nitro
entwickeln die Autos heute bis zu 5.500 PS und die Motorräder bis zu
1.500 PS. Daraus resultieren Zeiten von unter fünf Sekunden auf der
Quartermile.
Die Ursprünge der Drag Races sind in den USA zu finden. In
den fünfziger Jahren haben jugendliche Automobil-Freaks in den USA ihre
Kräfte bei Beschleunigungsrennen an Verkehrsampeln gemessen. Hierzu
trafen sie sich auf Highways und ausgetrockneten Seen in der
kalifornischen Wüste. Später wurden die "wilden Rennen" auf
genehmigten "Drag Strips" ausgefahren, nach einheitlichen Regeln
und Sicherheitsstandards.
US-Soldaten waren es, die diesen Sport nach Deutschland brachten.
Zunächst wurden hierfür kleinere Flughäfen angemietet. |
Dem 1. Deutschen
Verein für Drag Racing gelang 1986 ein epochaler Schritt. Er gewann die
Geschäftsleitung des Hockenheimringes für das Drag Racing. 65.000
Zuschauer kamen 1989 zur Einweihung der speziell für das Drag Race
gebauten "Hockenheim Quartermile". Inzwischen sind die
Nitrolymp'X - wie sie seit einiger Zeit heißen - das größte
und profesionellste Drag Race auf dem europäischen Kontinent. Im
Durchschnitt besuchten in den vergangenen Jahren an den drei Tagen 50.000
Zuschauer die 900 Rennläufe.
Ein Highlight der besonderen Art ist die inzwischen legendäre Nightshow,
die am Rennwochenende samstags stattfindet. Eine
Atmosphäre
fiebernder Erwartung liegt bei Einbruch der Dunkelheit über den randvoll
besetzten Tribünen, wenn am Samstagabend der Countdown zur NitrolympX
Nightshow läuft. Die Luft knistert vor Spannung bis endlich der
Startschuss fällt zu einem 120-minütigen Feuerwerk der Emotionen.
Bei
der Burnout-Competition sind die Street-Racer unter sich, denn jeder straßentaugliche
Pkw kann antreten, wenn es darum geht, die „dickste Qualmwolke“ mit
durchdrehenden Antriebsrädern zu produzieren. Hat
die Nacht das Motodrom entgültig in Dunkelheit getaucht, geht
alljährlich ein ehrfurchtsvolles Raunen durch das Publikum, wenn die Top
Fuel Dragster zum Start aufgestellt werden. Der Sound der über 5000 PS
starken Motoren dringt in alle Nervenbahnen, jede Faser des Körpers
scheint zu vibrieren, wenn der Asphalt bebt. Die
Nachbrenner der Düsentriebwerke speien 10 Meter lange Flammen. Mit ihrem
Feuerschein verwandeln sie die Strecke in eine spektakuläre Light- und
Pyro-Show.
Dieses Schauspiel ist für jeden ein Erlebnis - selbst für diejenigen,
die ansonsten mit Motorsport nicht viel am Hut haben.
Die Ticketpreise bleiben im
übrigen auch in diesem Jahr unverändert - immerhin gibt es für die
Nitrolymp'X auch im vierten Jahr seit
der Einführung des Euro noch keine Preiserhöhung.
Tipp: Ohropax nicht vergessen!
Links: www.dragster.de und
www.hockenheimring.de
(22.04.2005) |
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